Information des QUL zum Thema Latex-Allergie

Naturlatex enthält wie viele andere Naturprodukte, insbesondere auch Nahrungsmittel, sogenannte Eiweißstoffe (Proteine). Unter bestimmten Voraussetzungen kann der menschliche Organismus gegen bestimmte Proteine, mit denen er wiederholt in Berührung kommt, eine Allergie entwickeln. Das bedeutet, daß er Abwehrstoffe gegen diese Proteine bildet (Immunoglobuline, IgE). Bei erneutem Kontakt mit diesen Stoffen kann dann eine heftige Abwehrreaktion des Körpers ausgelöst werden. Es sind immer nur bestimmte Proteine, gegen die der Körper reagiert. Bekannte Allergien sind z.B. "Heuschnupfen", ausgelöst durch Pollen von Gräsern oder Bäumen; Nahrungsmittelallergien gegenüber bestimmten Gemüsen oder Früchten oder tierischem Protein; Allergien gegenüber Tieren, deren Haaren bzw. deren Körperausscheidungen; die durch Milbenexkremente ausgelöste Hausstauballergie; usw. Immer spielen die enthaltenen Proteine eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer Allergie.

Kann durch Schlafen auf einer Naturlatex-Matratze eine Allergie gegen Naturlatex ausgelöst werden?

In der 60 Jahre währenden Geschichte der Naturlatexmatratzen wurde ein solcher Fall nicht beobachtet und nicht nachgewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Allergie beim normalen Gebrauch einer sorgfältig produzierten Matratze aus proteinarmen ausgelöst wird, kann als äußerst gering angesehen werden.

Der aus der Rinde gewonnene Naturlatexsaft besteht zu etwa 60% aus Wasser, 36% Gummi und nur ca. 1,5% Gewichtsprozent Proteinen. Nur ein Teil dieser Proteine besitzt ein allergenes Potential. In der weiteren Verarbeitung wird der Latex entweder teilweise oder vollständig entwässert. Dabei gehen wiederum große Anteile
der Proteine verloren. Nach der Herstellung von geschäumten Latexprodukten wie Matratzen und Sitzpolstern ist nur noch ein kleiner Bruchteil der ursprünglich vorhandenen Proteinen enthalten. Hinzu kommt, dass der Matratzenkern im Bezug eingehüllt ist und kein unmittelbarer Kontakt gegeben ist. Die Proteine sind nicht flüchtig und können nicht gasförmig aus der Matratze austreten. Letztlich kommt es bei der Herstellung des Naturkautschuk noch darauf an, daß diese Produkte noch einmal gründlich gereinigt werden, so daß die noch anhaftenden restlichen Proteine möglichst weitgehend entfernt werden. Das Risiko, dass es bei einer Naturmatratze zu einer Allergieauslösung kommt, ist also verschwindend klein.

Hausstauballergie

Hausstauballergie ist eine der am häufigsten diagnostizierten Allergien. Hausstaubmilben besiedeln fast alle Materialien, ob natürlich oder synthetisch. Allergische Reaktionen sind meist auf die Kotausscheidungen der Staubmilben zurückzuführen. Ein natürlicher Weg zur Beseitigung des Problems ist ein altes Mittel aus der Naturheilkunde: Der Samen des Neembaums. Produkte auf Neembasis für Matratzen und Bettwaren gibt es als Spray.

Wie schon unter Punkt 4. ,,Vorzüge der Naturmatratzen" erwähnt, besitzt Naturlatex eine antiseptische Wirkung, die Bakterien und Hausstaubmilben weitgehendst fernhält.